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jamSESSION vom 13. September 2013

Die jamSESSION vom 13. September wird uns noch lange nachhaltig in Erinnerung bleiben, denn es waren wieder tolle Sets am Start.

Den Anfang machten die Band „TheSpix“ aus Bonn und einer aus Köln, so die Aussage von Christoph (Gesang und Akkordeon). Den Abend mal wieder mit einem Akustik Set zu besetzen war schon etwas mutig. Aber nicht verkehrt, wenn man ruhigen Blues damit vergleicht, passte das eigentlich mit dem Blues und Jazz gut in unsere etwas schmuddelige Kneipenatmosphäre rein.

Auch sehr mutig Lieder von Tom Waits, Madeleine Peyroux, Caro Emerald und anderen vorzutragen, die ja allesamt sehr anspruchsvolle Texte haben und nicht selten auch vom Künstler selber am besten verstanden werden. Aber der Anfang sollte nicht so ernst sein. Eher etwas melancholisch. So wie ich das raus gehört haben will war es ein Charleston, um 1924 herum und auch schon mal von Frank Sinatra zelebriert mit dem Titel „Has Anybody Seen My Girl.“ Aber worauf ich mich ein wenig selber gefreut habe war dann auch schon das zweite Stück, „Walking Spanish“ von Tom Waits und es sollten noch mehr Stücke von ihm folgen. (6 Stück Hiii…)

Den Song den ich als Video von TheSpix ins Facebook gestellt habe war „Down Under“. Der Song wurde im Mai 1978 von Colin James Hay und Ronald Graham Strykert in Melbourne geschrieben, als die Band „Men at Work“ noch nicht existierte. Ich denke, dass dieser Song durch die Version von Colin James Hay seine Inspiration fand, und das sehr gut. Ein sehr frei punktuell spielender Jazz-Gitarrist (Reinhard), dazu ein stimmungsvoller gut spielender Kontrabass(Peter) (im Übrigen der erste auf unserer Session) und ein kleines aber temperamentvolles Schlagzeug (Ralf) am Set bringen mich dazu, diese Band nur wärmstens weiter zu empfehlen.

Jetzt den Übergang zu Carol Knauber zu finden ist etwas schwierig, aber bei diesem Set geht es eigentlich in erster Linie um die E – Gitarre mit und von Carol Knauber. Der Mann ist im Raum Bonn, Leverkusen und an einigen anderen Orten in der Welt ein Begriff. Die Besetzung die er heute Abend mitbrachte war total klasse. Am Schlagzeug kein geringerer als Joshua Knauber und der Meister am Bass Klaus Major, Kennzeichen sind 6 Seiten und bundlos, also E-Fretless Bass – wow. Es fing mit Tatort von Doldinger an über The Chicken von Pee Wee Ellis zu Birdland von dem großen Zawinul, dann zu dem ehemals großen Vorbild am Schlagzeug von Joshua, Billy Cobnam `s wohl bekanntestes Stück, Stratus und zum Schluß Sweet Lucy von George Duke. Was hier zu hören war sprengte etwas den Rahmen der heutigen jamSESSION und hat es für die wartenden Musiker spät werden lassen. Aber jeder der heute Abend hier war hat es nicht bereut dabei gewesen zu sein. Die beiden Bands waren absolut vom Feinsten.

Und danach ging es trotzdem zur freien Session über und alle spielten so gut wie sie konnten, die Köpfe hingen zusammen und rauchten, Tonart G-Dur oder A-Dur, oder doch E-Dur und los ging es. Es sollte auch wieder spät werden, wie immer, aber es hat trotzdem viel Spaß gemacht.

Bis zur nächsten jamSESSION, euer Wolfgang

jamSESSION 09. August 2013

09. August 2013 jamSESSION in Bergheim – Rückblick

 

Das war ja ein Abend! Eine der besten Sessions die die wir hier in Bergheim erleben durften. Neben dem großen „Jay Ottaway mit  Band“ sind an diesem Tag ungemein viele Musiker erschienen. Was das für mich bedeutet wisst ihr bestimmt alle. Jetzt jeden Musiker unterbringen und noch darauf achten, dass viele am morgigen Samstag noch arbeiten müssen. Egal – die Session war dann wohl um 02:00 Uhr zu Ende und es hat allen die da waren Freude gemacht.

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Dank an Jay Ottaway und seine erstklassige Band, Christina Christ am Saxofon, Frank Tetzner – der Jack Bruce am Bass, unseren Blues und Rock‘n Roll Gitarrist Heinz Bernd Hövelmann und zum guten Schluss den Mann am Schlagwerk, Tom Gerke.

Mir jedenfalls hat der Auftritt, der hauptsächlich mit eigenem Repertoire bestückt war, gut gefallen. Eingeschoben wurde die eine oder andere gecoverte Nummer von BOB DYLAN, den ALLMAN BROTHERS (Going Down The Road) oder GREATFUL DEAD (Deal). Damit ist die musikalische Bandbreite zwischen Southern Rock, Country- und Folk-Rock, die mit einer gehörigen Kelle Blues und einer Prise Jazz versetzt wird, ganz gut umrissen. Aber am besten war die neue Interpretation seines Songs „Yes We Can“

Die Zitierung des Wahlspruchs des amtierenden US-amerikanischen Präsidenten: „Yes We Can“. Im Gegensatz zum unreflektierten Patriotismus, ist JAY eher ein politisch kritischer Mensch und er kam somit nicht umhin, den Titel in „Yes, We Scan“ umzubenennen. Mit seiner bürgerrechtsorientierten Haltung steht JAY in einer Linie mit vielen Vorbildern aus der amerikanischen Folkgeschichte, die es aber auch in unserem Land gibt.

 

Jetzt einen herzlichen Dank an allen Beteiligten an diesem Abend, Petra Brookland mit Fine Acoustic Covers, Markus Schnurpfeil mit Band, all die lieben Rocker aus der Dürener Szene. Ihr ward der Hammer und habt den Morgen mit Jazz belebt. Es waren ein paar Neue dabei, die ich noch nicht alle beim Namen kenne. Deshalb möchte ich hier dann auch keine einzelnen Musiker aufzählen, sonst hab ich einen vergessen und dann denke ich, ist das gemein! Zum Beispiel den Klavier spielenden Schlagzeuger an des Abends.

Es war wie gesagt für uns alle eine gute jamSESSION und wir freuen uns hier schon auf die Nächste am 13. September 2013. Freitag der 13-te ist wieder mein (unser) Glückstag.

 

Euer Wolfgang

jamSESSION 12. Juli 2013

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Opener – Dawnlight Blues Band

 

Die Bluesband, die Morgen – Dämmerungsblues am späten Abend spielt, und das so, dass man auch richtig wach wird. Also Laut und nicht zum Einschlafen. So war es dann auch an diesem Abend. Drei älteren Herren war es zu laut und die sind dann später gegangen. Ja,  was soll ich sagen, es ist Livemusik und jamSESSION. Da sind dnna auch noch die unterschiedlichsten Interpreten und Bands. Die Session dient aber auch dazu die nötigen Erfahrungen vor Publikum zu erleben und zu lernen. Das gilt für alle Anfänger, für Jung und Alt. Mal abgesehen hätte ich es auch gerneet was leiser gehabtgetreu unserem Motte „Spiele als hättest du etwas zu sagen, nicht zu beweisen“ aber ab und zu geht das leider nicht. Ein Dauerzustand ist das glücklicherweise nicht, da muss ich Peter Hirseler ein großes Lob aussprechen. Der macht seinen Job am Mischpult nämlich sehr gut.

 

Aber jetzt mal wieder zum Abend und der Musik. Blues,  Morgen – Dämmerungsblues, der „Dawnlight Blues Band“ aus Düren.

An der Gitarre ein exzellenter Jazz-,  Rock- und Bluesgitarrist mit der Kennung: Toby B. (acoustic & electric guitar, vocals). Ob Rhythmus oder Soli, es passt immer wo es hingehört. Dazu ertönt die Stimme von Jens Turowski – irgendwie den 60ern entsprungen mit amtlich-souligem Unterton. Damit aber nicht genug.  Mr. Turowski bläst die Harp so, dass die Zuhörer wohl in Zukunft an der Rur bei Düren Baumwollfelder suchen werden. Hinter den Erftauen entstehen jetzt gerade auch Baumwollfelder. Schlagwerker  Paul Pahlke ist ganz „alte Schule“. Dynamisch. Druckvoll.  Schweißtreibend.  Laut. Leise. Musikalisch. Immer ganz am Song.  Der Mann ist gelebter Rock’n’Roll. Auf Pahlkes Beats machen sich die tiefen Töne von Basser  Klaus Brunschede breit. Passt. Macht Spaß. Klaus mit einer Stimmen Ähnlichkeit von Clapton, wer immer das auch ist. Die Band war und ist für die jamSESSION (hoffentlich nicht nur an diesem Abend) eine Bereicherung für uns alle. Klasse!

Auch wieder mit dabei -und das nach langer Abstinenz- Oliver mit seiner lieben Frau  Gudrun Mangel und Tochter Mignon erstmalig Mal an der Gitarre. Ja, der erste öffentliche Auftritt mit Instrument in ihrem Leben und der war super. Vater Mangel an der E-Gitarre und Tochter Mignon an der Akustikgitarre. Man war das schön, es war sogar ruhig auf der Session. Man hörte zu!

Der Abend war mal wieder ein Knaller nach dem anderen. Jetzt zwei Musiker, auch wieder E – Gitarre und Akustikgitarre und mit alten Rock-Klassikern.

„MIGHTY“ MARTIN SCHÜLLER – GESANG, SCHLAGGITARRE, BAUCH. FRANJO OBRADOVIC „THE OVERWHELM FROM SCHWELM“  – MELODIEGITARRE, SCHUHE „The ARSCHBOMBE“ Hier die Mail Adresse wer es genau wissen will. Wer Martin Schüller bei Amazon eingibt wird sich auch nicht schlecht wundern. Was haben die Jungs uns Spaß gemacht. Ja und hier auch ein Video:

Wie spät es jetzt ist könnt ihr euch sicher denken. Aber es geht noch mehr, Peter F. aus Düren, so nennt er sich. Ein Freund von Rory Gallagher‘s Gitarrenkunst und zufällig war auch Altrocker und Bassmann Wilfried Meisen anwesend. Besser bekannt durch die frühere Formation Blue Water Eine der Bands, die damals unvergessliche  Konzerte im Gleisdreieck in Horrem gestaltet haben. Und  natürlich viele Rory Gallagher Song im Programm hatte. Den Rest könnt ihr euch jetzt ja denken. Schnell noch ein Schlagzeuger dazu und die beiden konnten  ihren Spaß und die Spielfreude voll ausleben. Wenn ihr jetzt noch auf die jamGalleries auf meiner Homepage geht, werdet ihr noch sehen, dass alle miteinander noch den Rest des Abends, der wohl nie enden sollte, jammten. Es kamen auch noch ein paar neue Gesichter dazu.

So, etwas spät, aber dafür ausführlich wie immer, die jamSESSION vom 12. Juli 2013.

 

Euer Wolfgang